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Es schmerzt immer noch ...

Viel Zeit ist vergangen, seit ich diesen Blog eröffnet habe. Und vieles ist passiert, wenig gutes, viel schmerzhaftes und vieles, was mich zum Nachdenken gebracht hat.

Wie Ihr vielleicht wisst, haben wir Ende August 2014 drei kleine Kitten bei uns aufgenommen und hochgepäppelt. Sie habe uns sofort eingenommen, wie das nun mal so ist.

Dann kam unser ganz eigener 9/11:
Otello, der liebste und anhänglichste der drei, das Katerchen, das mir im Garten ständig hinterherlief und sich von mir so gerne beschmusen liess, ist am 11. September 2015 überfahren worden. Ich fand ihn spät abends auf der Strasse liegen, als ich von der Probe heim kam. Es muss gerade erst geschehen sein, denn er war noch mehr oder weniger am Leben. Wenige Minuten nach seinem Fund verstarb er.

Es war ein Schock und ein Einbruch sondergleichen in unserem Leben. Wir können seither nicht mehr das Leben leben, das wir davor hatten. In unsere Idylle hat sich ein dunkler Schatten eingeschlichen, den weder Ina noch ich bisher vertreiben konnten.

Ständig sind wir verängstigt, wenn wir heimkommen, ob wieder eines unserer vier Kätzchen auf der Strasse liegt. Ich zähle dabei Mr. Grey und Blacky, die beiden Nachbarskatzen dazu, denn sie sind ja eigentlich nur noch bei uns. Wir sind nur beruhigt, wenn wir wissen, dass alle gesund und munter zu Hause sind.

Wie geht man damit um, wenn man ein derart lieb gewonnenes Lebewesen verliert?

Manche sagen jetzt vielleicht, dass es doch "nur eine Katze ist".

Habt Ihr schon mal ein Kind verloren? So in etwa geht es uns gerade. Wir haben diese Kätzchen aufgenommen in unsere kleine Familie, fast so wie Kinder. Wir haben mit ihnen gespielt und uns um sie gesorgt, es sind unsere Kinder!

Und wie soll man verstehen, dass es Menschen gibt, die eine Katze überfahren und scheinbar in keinster Weise darüber nachdenken, dass sie damit einem Lebewesen das Leben genommen und einer Familie viel Schmerz zugefügt haben?

Sind wir Menschen, die über alles stehen - zumindest glauben wir das - dazu berechtigt, die Lebewesen, die mit uns diesen Planeten teilen, derart achtlos zu behandeln, sie zu maltretieren und zu töten, wie es uns gerade beliebt?

Wann haben wir Menschen verlernt, mit allem Leben auf dieser Erde respektvoll umzugehen?

Weshalb kapieren wir Menschen nicht, dass wir immer noch von der Natur abhängig sind?

Luft, Wasser Nahrung, alle Grundlagen des Lebens gibt uns die Natur. Auch in Form von (unterlegenen) Lebewesen, die wir verspeisen. Es gab einmal eine Zeit, in der der Mensch noch zu schätzen wusste, welches Opfer die Fauna und Flora uns gegenüber erbrachte, damit wir überleben konnten.

Damals war es ein natürliches Verhalten, als Jäger zu jagen. Heute ist es völlig normal, die Tiere und Pflanzen sind halt da, und wenn mal eins kaputt geht, egal, es hat ja noch genügend.

Jetzt wage es mal einer zu sagen: "Ja von uns Menschen gibt es ja genug, da ist es ja nicht schade um den einen oder anderen, wenn er stirbt, auf welche Art auch immer."

Der Aufschrei wäre riesig. Man würde wahrscheinlich gesteinigt, zumindest geächtet und juristisch belangt, vielleicht wegen Volksverhetzung.

Scheinbar kennt unsere (menschliche) Gesellschaft nur sich selbst als hochwertig an. Alles andere auf dieser Erde ist nur dazu da, uns "Untertan zu sein". Sogar in der Bibel wird dies schon propagiert.

Was an uns ist noch natürlich?

Wir verderben unsere Luft mit Abgasen, vernichten unser Klima mit Ozon und Stickoxiden, wir fällen die Wälder, um noch mehr Strassen und Städte bauen zu können, um uns noch weiter ausbreiten zu können. Wir fressen ungesund lebende Tiere, die wir in eine unnatürliche Lebensweise hineinzwingen, damit wir immer und überall unsere Fressgewohnheiten nachgehen können.

Viele Menschen halten sich Tiere, ähnlich wie Sklaven. Abgerichtet, um Haus und Hof zu bewachen, um ab und zu darauf zu reiten, vielleicht auch nur als Status-Symbol oder weil es so süss ist.

Wenn eine Population einer Art zu gross wird, wird rigoros eingegriffen, um die Anzahl wieder einzudämmen. Hunde, Katzen und andere Tiere werden in vielen Ländern in Massen gejagt und getötet. Dabei sind wir daran Schuld, dass es zu derartigen Überpopulationen kommt, durch unserer künstlichen Eingriffe in die Natur, die alles aus dem Gleichgewicht bringt.

WER BRINGT UNS WIEDER DAS LEBEN AUF DIESEM PLANETEN BEI???

WER REGELT UNSERE ÜBERPOPULATION???

Wir selbst sperren uns dagegen. Unser Verstand hat den Begriff der Moral entwickelt, der aber nur auf uns selbst gemünzt ist.

Mit Vernunft hat es nichts zu tun.
Vernünftig wäre vielleicht einzusehen, dass man weniger Kinder zeugt, um weniger Mäuler zu stopfen.
Vernünftig wäre vielleicht, sich nur soviel einzuverleiben, wie man selber braucht, ohne Gedanken an Gewinn durch die Abgabe an andere.
Vernünftig wäre vielleicht eine Symbiose mit der Umwelt und den Lebewesen darin einzugehen, um so die Ressourcen zu nutzen, ohne sie zu verkleinern.

Aber wer soll dem Menschen diese Vernunft beibringen? Da ist niemand, der über uns steht. Zumindest sehen wir ihn nicht oder es hat sich noch nicht zu erkennen gegeben.

Glaubt mir, wenn ich Euch sage, dass ich mich jetzt nicht zum Minimalisten, Puristen oder Einsiedler umwandeln will. Auch ich lebe mein Leben, wie jeder Mensch auch. Ich stehe genauso unter dem Zwang unsere Zivilisation, und mir würde es genauso schwer fallen, dieses Leben aufzugeben, wie den meisten anderen auch.

Aber diese Gedanken, vielleicht auch Erkenntnisse haben mein Bewusstsein beeinflusst. Ich sehe Verhaltensweisen an uns Menschen, deren Herkunft mir völlig schleierhaft sind, weil sie so selbstzerstörerisch, so unvernünftig sind. Und dennoch behaupten wir viel zu oft das Gegenteil.

Konsequenzen? Ja, aber meistens keine unmittelbaren. Nicht für den Verursacher, ihm tut es nicht weh.

So wie bei dem Autofahrer, der ein Katerchen überfährt und am Strassenrand liegenlässt. Die leidtragenden sind andere.
24.11.15 10:28
 
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